Hunde haben sich so entwickelt, dass sie uns in die Augen starren - weil es uns gut tut

Eine neue Studie an Dingos - die vom gleichen Stammvater wie Wölfe und domestizierte Hunde abstammen - zeigt, dass Haustiere in den letzten mehreren tausend Jahren immer mehr Zeit damit verbracht haben, uns in die Augen zu schauen, weil sie wussten, dass wir uns dabei gut fühlen. Folglich fühlten sie sich auch ausgezeichnet.

Ein Hund, der einem Menschen tief in die Augen schaut, erhöht die Menge an Oxytocin (ein Wohlfühlhormon, das auch Müttern hilft, eine Bindung zu ihren Kindern aufzubauen) im Menschen, was ihn dazu veranlasst, dem Hund mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dadurch wird die Oxytocinmenge des Hundes erhöht, was zu einer endlosen Schleife des Wohlbefindens führt, wenn man sich gegenseitig in die Augen schaut.

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Wölfe - auch solche, die von Geburt an von Hand aufgezogen werden - praktisch nie die Augen ihres Besitzers erforschen, und wenn sie es doch tun, dann in der Regel für weniger als eine Sekunde. Neue Forschungen an Dingos zeigen, dass sie die Augen ihres Besitzers (oder Trainers) betrachten, allerdings nur für ein paar Sekunden am Stück und nicht annähernd so lange wie ein domestizierter Hund.

Uralte Haushunde begannen vor etwa 20.000-40.000 Jahren, sich in der Nähe des Menschen aufzuhalten und fortzupflanzen. Diese teilweise domestizierten Proto-Hunde wurden vor etwa 9.000 Jahren nach Australien gebracht und verwilderten dort. Derzeit fungieren Dingos als eine Art fehlendes Bindeglied zwischen Wölfen und domestizierten Haustieren. Angie Johnston ist Doktorandin der Psychologie an der Universität Yale und leitete die Forschungsstudie. She stated:

' Das deutet darauf hin, dass Dingos uns ein Bild davon bieten, wie die Urhunde vor jeder Art von menschlicher Zucht aussahen ... Das deutet darauf hin, dass Caniden [the family that includes pets, wolves and also dingoes] schon in den frühen Stadien der Domestikation damit begonnen haben könnten, dem Menschen in die Augen zu sehen, aber erst später begannen die Hunde, ihren Besitzern in die Augen zu schauen.'

Forscher glauben, dass die längeren Blicke von Hunden (im Allgemeinen 40 Sekunden) erforderlich sind, um den Anstieg von Oxytocin beim Menschen auszulösen, weshalb sie längere Blicke als Wölfe oder Dingos etablierten.

( H/T: Scientific American)

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Arnold Falk
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