BREAKING NEWS - Studie enthüllt die schädlichen Auswirkungen von Passivrauchen auf Haustiere

Am 29. Dezember 2015 verkündete die University of Glasgow, dass der Verzicht auf das Rauchen ein Neujahrsvorsatz für jeden sein sollte - zum Wohle seiner Haustiere.

Eine laufende Studie der Universität zeigt einen direkten Zusammenhang zwischen den Auswirkungen auf Haustiere, die in einer rauchenden Umgebung leben, und einem höheren Risiko für gesundheitliche Probleme, einschließlich einiger Krebsarten bei Tieren, Zellschäden und Gewichtszunahme.

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Professor Clare Knottenbelt, Professorin für Kleintiermedizin und Onkologie an der Kleintierklinik der Universität, hat die Auswirkungen des Rauchens und die gesundheitlichen Folgen für Familienhunde und -katzen untersucht.

Professor Knottenbelt sagte in ihrer Mitteilung: 'Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Exposition gegenüber Rauch in der Wohnung direkte Auswirkungen auf Haustiere hat. Es besteht die Gefahr fortlaufender Zellschäden, einer erhöhten Gewichtszunahme nach der Kastration und es wurde bereits nachgewiesen, dass das Risiko für bestimmte Krebsarten steigt.

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Wir haben bereits gezeigt, dass Hunde erhebliche Mengen an Rauch aufnehmen können, wenn sie in einem Raucherhaushalt leben", fährt sie fort. Unsere aktuelle Studie an Katzen (finanziert von BSAVA Petsavers) zeigt, dass Katzen noch stärker betroffen sind. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Katzen sich ausgiebig selbst putzen, da dies die Menge des in den Körper aufgenommenen Rauchs erhöht.

Als Nebenbefund haben wir auch beobachtet, dass Hunde, die mit einem Raucherbesitzer zusammenlebten, nach der Kastration mehr an Gewicht zunahmen als solche in einem Nichtraucherhaushalt.

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Krebsrisiko

Die Forscher fanden auch höhere Werte eines Gens, das Zellschäden bei Hunden aus Raucherhaushalten markiert, als bei Nichtrauchern. Dieses Gen hat sich in anderen Studien bei einigen Krebsarten bei Hunden als verändert erwiesen, weshalb die Forscher es als "beunruhigenden Indikator" bezeichnen.

Victoria Smith MRCVS, die den Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Lymphomen, einer Krebserkrankung der Blutzellen bei Katzen, untersucht, sagte: "Unsere bisherige Arbeit hat gezeigt, dass Katzen erhebliche Mengen an Rauch aufnehmen und dass selbst der Zugang zum Freien kaum einen Unterschied macht.

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Besitzer, die konsequent von der Katze weg rauchten, schützten ihre Katze zwar nicht vor der Exposition, verringerten aber die Menge des Rauches, die in den Körper aufgenommen wurde.

Die Studie hat auch gezeigt, dass, wenn die Besitzer die Gesamtzahl der in der Wohnung gerauchten Tabakprodukte auf weniger als 10 pro Tag reduzierten, die Nikotinwerte in den Haaren deutlich sanken, aber immer noch höher waren als bei Katzen aus Nichtraucherhaushalten.

Professor Knottenbelt kommentierte die Forschungsergebnisse weiter und schloss: Wir alle sind uns der Gesundheitsrisiken des Rauchens bewusst, und es ist wichtig, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Menschen zu ermutigen, mit dem Rauchen aufzuhören. Neben dem Risiko für den Raucher besteht auch die Gefahr des Passivrauchens für andere. Haustierbesitzer denken oft nicht an die Auswirkungen, die das Rauchen auf ihre Haustiere haben könnte.

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Sie können die Rauchmenge, der Ihr Haustier ausgesetzt ist, zwar verringern, indem Sie im Freien rauchen und die Zahl der von den Haushaltsmitgliedern gerauchten Tabakprodukte reduzieren, aber ein vollständiger Rauchstopp ist die beste Option für die künftige Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Haustiers.

Diese Studie ist noch nicht abgeschlossen und wird voraussichtlich 2016 veröffentlicht werden.

Sollte es ein Gesetz sein?

Diese Studie ist zwar nicht völlig überraschend - schließlich wissen wir, dass Passivrauchen für Menschen schädlich ist -, aber es ist nur logisch, dass es sich auch auf unsere Haustiere auswirkt. Aber sollte es als eine Form von Tiermisshandlung oder Grausamkeit betrachtet werden?

Im Vereinigten Königreich gibt es bereits Pläne, das Rauchen in einer Wohnung mit Haustieren zu verbieten, da es gegen das Tierschutzgesetz von 2006 verstößt, das besagt, dass ein Tierhalter sein Haustier nicht wissentlich einem Krankheitsrisiko aussetzen darf.  Was meinen Sie dazu?

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Bartholomäus Hempel
Bartholomäus Hempel

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