7 Gründe für aggressives Verhalten von Hunden gegenüber anderen Hunden

Aggressionen zwischen Hunden sind unter Wildhunden normal und akzeptabel. Sie dient vielen wichtigen Zwecken, von der Etablierung der Rudelherrschaft über die Verteidigung des Nachwuchses bis hin zur Selbsterhaltung.

Wenn Ihr Hund eine aggressive Körpersprache an den Tag legt, knurrt, knurrt und sogar nach einem anderen Welpen schnappt, macht das in bestimmten Situationen durchaus Sinn.

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In den meisten Fällen können zwei Hunde ihre Differenzen klären, ohne dass es zu einem Kampf kommt, aber wenn die aggressiven Reaktionen Ihres Hundes häufig, extrem und irrational sind, ist es an der Zeit, einen Trainer oder Verhaltensforscher zu konsultieren.

Es gibt verschiedene Gründe für Aggressionen bei Hunden, aber diese 7 Auslöser führen am häufigsten zu Hund-gegen-Hund-Dramen.

1. Angst

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Angst ist der häufigste Grund für Hunde, sich aggressiv gegenüber Artgenossen zu verhalten. Angstbedingte Reaktionen können durch mangelnde Sozialisierung, negative Erfahrungen mit anderen Hunden oder Bestrafung/Misshandlung durch den Menschen verursacht werden.

Wenn Hunde sich von einem anderen Welpen in die Enge getrieben fühlen, sind sie gezwungen, mit Unterwerfung oder Aggression zu reagieren, da Flucht keine Option ist. Sie können versuchen, sich auf den Rücken zu drehen oder den anderen Hund unterwürfig zu lecken. Sie ducken sich, legen die Ohren an, wenden die Augen ab und hecheln. All diese körperlichen Anzeichen deuten darauf hin, dass ein Hund Angst hat, und wenn er nicht in der Lage ist, dem Verursacher dieser Angst zu entkommen, wird sein Vermeidungsverhalten schließlich in Knurren, Knurren und Schnappen umschlagen.

2. Schmerz

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Aggression gegenüber einem anderen Tier kann ein Anzeichen dafür sein, dass ein Hund unter einer schmerzhaften Erkrankung leidet. Wenn Ihr Hund normalerweise gerne mit seinen Artgenossen tobt und spielt, aber plötzlich jähzornig wird und schnell ausrastet, leidet er möglicherweise an Arthritis oder einer ernsteren Erkrankung. Wenden Sie sich am besten an Ihren Tierarzt, wenn Sie eine größere Veränderung im Temperament Ihres Hundes bemerken.

3. Ressourcenbewachung

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Manche Hunde sind aggressiv und besitzergreifend, wenn es um Lebensmittel, Gegenstände und Menschen geht, die sie am meisten schätzen. Sie können sich auf einen anderen Hund stürzen und ihn anschnauzen, nur weil er sich ihrem Lieblingsspielzeug, Knochen, Bett oder Menschen nähert. Dieses Verhalten ist in einem Rudel normal, aber in einer häuslichen Umgebung nicht akzeptabel. Wenn es unkontrolliert bleibt, kann das Beschützen von Ressourcen zu Kämpfen eskalieren oder sich auf die Menschen im Haus ausweiten.

Hundetrainer empfehlen, mit neuen Hunden zu arbeiten, um die Entwicklung von Futter- und Ressourcenschutzverhalten proaktiv zu verhindern. Mehr dazu erfahren Sie hier. Wenn Ihr Hund bereits starke Ressourcenaggression zeigt, versuchen Sie nicht, das Problem selbst zu lösen! Wenden Sie sich an einen Trainer, Tierarzt oder Verhaltensforscher.

4. Territorialität/Schutz

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Es ist normal und bis zu einem gewissen Grad auch wünschenswert, dass unsere Hunde uns und den Ort, an dem wir leben, beschützen. Territoriales und schützendes Verhalten wird zum Problem, wenn der Hund sein vermeintliches Territorium übermäßig wachsam bewacht und sich weigert, andere Hunde oder Menschen hineinzulassen, selbst wenn keine wirkliche Bedrohung besteht.

5. Frustration/umgeleitete Aggression

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Wenn ein Hund nicht in der Lage ist, sich der Quelle seiner Aggression zu nähern, lenkt er seine Frustration manchmal auf ein anderes Haustier oder sogar ein Familienmitglied um. Ein gutes Beispiel wären zwei Hunde, die den Postboten hinter einem Zaun anbellen. Wenn der eine Hund merkt, dass er nicht an den Postboten herankommt, dreht er sich vielleicht um und greift stattdessen seinen Gefährten an.

6. Soziale Aggression

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Wenn mehrere Hunde zusammenleben, wird eine Rangordnung aufgestellt, die festlegt, welcher Welpe als erster vor die Tür darf, als erster fressen darf usw. Wenn ein untergeordnetes Rudelmitglied dieses Gleichgewicht in Frage stellt oder seine Grenzen überschreitet, korrigiert das Alphatier es mit leichten Aggressionen wie einem Knurren oder einem "sanften" Schnappen.  Der Alphatier kann seinen Status auch von Zeit zu Zeit dadurch untermauern, dass er eine Tür blockiert oder einen anderen Hund von seinem Lieblingsschlafplatz verdrängt.

7. Hormone

Jüngste Forschungen haben Hinweise darauf gefunden, dass ein höherer Spiegel des Hormons Vasopressin mit erhöhter Leinenaggression bei Hunden zusammenhängt. Weitere Studien sind erforderlich, um herauszufinden, wie groß die Rolle dieses Hormons ist. Wenn Vasopressin wirklich ein wichtiger Faktor bei der Aggression von Hunden ist, kann es durch eine natürliche Erhöhung des Oxytocinspiegels und durch Medikamente behandelt werden.

H/T zu ASPCA.org

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Hildemar Stenzel
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