Die "Alte-Hunde-Krankheit": Die Idiopathische Vestibularis-Krankheit verstehen

Die meisten Menschen haben noch nie von der Idiopathischen Vestibulariserkrankung (IVD) gehört, die auch als "Old Dog Disease" oder "Old Rolling Pet Syndrome" bezeichnet wird. Es handelt sich um eine plötzliche, nicht fortschreitende Gleichgewichtsstörung, die meist bei älteren Hunden auftritt.

Wenn Sie es noch nie erlebt oder gesehen haben, kann es ziemlich beängstigend sein, aber seien Sie zuversichtlich, IVD ist normalerweise harmlos.

Was ist eine idiopathische Vestibulariserkrankung?

Wenn Ihr älteres Tier plötzlich anfängt, im Kreis zu laufen, einen instabilen Gang hat, schwindlig wirkt oder den Kopf schief hält, kann eine idiopathische Vestibulariserkrankung die Ursache sein.

Das Wort "idiopathisch" deutet auf einen Zustand hin, der spontan auftritt und dessen Ursache unbekannt ist. Vestibulär bezeichnet das Gleichgewichts- und Kontrollsystem im Innenohr von Tieren, also von Haustieren und Menschen.

IVD ist für Hundemütter und -väter wirklich beängstigend, denn die Anzeichen und Symptome ähneln denen eines Schlaganfalls oder eines Hirnknotens. Die gute Nachricht ist, dass IVD viel weniger schwerwiegend ist und sich in der Regel mit der Zeit und einer minimalen Therapie von selbst bessert. Außerdem ist sie für Ihren Hund nicht schmerzhaft.

Das vestibuläre System

Genauso wie beim Menschen ist das vestibuläre System eines Haustiers für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtssinns verantwortlich. Wenn etwas mit diesem System schief läuft, ist es so, als wäre man auf einem unruhigen Wasserfahrzeug betrunken. Haustiere mit IVD werden sicherlich eine Mischung der folgenden Anzeichen aufweisen:

  • Eine Kopfneigung
  • Ein unsicherer Gang, Gleichgewichtsverlust oder Umfallen
  • Kreisen in eine Richtung
  • Augen, die sich schnell von einer Seite zur anderen bewegen, bekannt als Nystagmus
  • Plötzliches Erbrechen

Wenn Sie eines dieser Anzeichen beobachten, muss Ihr Hund einen Tierarzt aufsuchen, der eine neurologische und otoskopische Untersuchung vornimmt.

Der Hund im folgenden Video hat einen extremen Fall von IVD. Beachten Sie den schiefen Kopf, den instabilen Gang und den Schwindel. Sie können auch sehen, wie sich ihre Augen schnell von einer Seite zur anderen bewegen (Nystagmus).

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<h2>" Ich glaube, mein Hund
hatte gerade einen Schlaganfall."

Es ist wichtig zu wissen, dass diese Symptome nicht einzigartig sind. Die idiopathische Vestibularis und andere, weitaus schwerwiegendere Krankheiten treten häufig in vergleichbarer Weise auf. Dazu gehören Schlaganfälle, Hirnwucherungen, Innenohrentzündungen, entzündliche Erkrankungen sowie plötzliche Blutungen im Gehirn.

Dillons Geschichte

Anfang 2019 kam Tenille Collard aus Denver, Colorado, nach Hause und fand ihren Husky Dillon, der weder laufen noch stehen konnte. Zunächst brachte sie das Problem mit dem Glaukom des Tieres in Verbindung. Er hatte bereits sein rechtes Auge verloren, und der Augenarzt warnte, dass auch das andere Auge betroffen sein könnte.

Als sie Dillon seine Notfalluntersuchung der Augen gab, entdeckte Collard, dass sich seine Augen schnell hin und her bewegten. Dieses Zeichen, Nystagmus genannt, wird typischerweise mit Schlaganfällen in Verbindung gebracht. Überrascht von den plötzlichen Anzeichen machten sich Collard und Dillon auf den Weg zum Notfalltierarzt.

Glücklicherweise ergab eine neurologische Untersuchung, dass Dillon keinen Schlaganfall erlitten hatte. Vielmehr wurde bei ihm eine Gleichgewichtsstörung festgestellt. Medikamente gegen Übelkeit und Reisekrankheit halfen ihm, sich in den folgenden Tagen langsam zu erholen, und ein vollständiges Blutbild bei seiner Nachuntersuchung wies eine verborgene Erkrankung aus.

Mit der Zeit und einer hilfreichen Behandlung erholte sich Dillon fast vollständig. Wie bei vielen anderen Haustieren mit IVD neigt sich sein Kopf immer noch zur Seite und er ist beim Laufen manchmal instabil.

Foto c/o Tenille Collard

Diagnose von IVD

Tierärzte raten bei Hunden mit vestibulären Anzeichen in der Regel zu einer Blutuntersuchung und einer Blutdruckkontrolle. Zusätzlich können MRTs durchgeführt werden, um das Innenohr und das Gehirn zu untersuchen. Dies ermöglicht die beste Untersuchung der Krankheit, wird aber wegen des Rückschlags in der Regel nicht durchgeführt.

Die Untersuchung sollte beide Gehörgänge umfassen, da Infektionen des Innenohrs ein möglicher Grund für vestibuläre Erkrankungen sind. Das Innenohr (siehe unten) kann man bei einer Untersuchung nicht direkt sehen, weil das Trommelfell die Sicht verdeckt. Wenn jedoch sowohl das äußere Ohr als auch das Trommelfell anschwellen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch eine Innenohrerkrankung vorliegt.

Bild mit freundlicher Genehmigung von leospetcare.com

Pflege für einen Hund mit Vestibulariserkrankung

Wenn die wissenschaftlichen Indikatoren so schwerwiegend sind, dass das Tier nicht laufen kann, empfiehlt Ihr Tierarzt möglicherweise eine unterstützende Behandlung mit intravenöser Flüssigkeit und Medikamenten gegen Übelkeit. Bei leichten Anzeichen können Haustiere häufig zu Hause mit Krankenpflege und nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Übelkeit behandelt werden.

Dillons Mutter empfiehlt das Help Em Up Harness, das sich als Lebensretter erwiesen hat, um den großen Hund in den schlimmsten Phasen seiner Benommenheit nach draußen zu bringen.

Wie ist die Langzeitprognose für Hunde mit IVD?

Für die diopathische Vestibulariserkrankung gibt es eine sehr lockere Faustregel: Wenn innerhalb von 72 Stunden eine allmähliche oder vollständige Besserung eintritt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um IVD. Wenn keine Besserung eintritt oder sich die Symptome entwickeln, kann die Ursache etwas Größeres sein, z. B. ein Knoten im Gehirn. In diesem Fall wird eine MRT-Untersuchung empfohlen.

Bei einer idiopathischen vestibulären Erkrankung ist eine langsame, aber konsequente Verbesserung und auch eine Rückkehr zum normalen (oder fast typischen) Zustand in der Regel nach 7 bis 14 Tagen zu beobachten. Bei einigen Hunden bleibt die Kopfneigung für den Rest ihres Lebens bestehen.

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Alexander Ritter
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